25. Januar 2021

Farbträume und Freiräume im Business Parc

Unter dem Motto "Freiräume" stellt der Rheinfelder Maler Michael F. Wyss bis zum 9. August 2021 im Foyer aus. Der «Farbwerker» setzt mit 21 abstrakten und ausdrucksstarken Bildern farbprächtige und inspirierende Akzente.

 

«Geheimnisvolle Landschaften» erheben sich dunkel vor graublauem Hintergrund, flankiert von zwei intensiv gelb-orangenen Bildern. Darin sind kräftige Konturen zu erkennen: «Durch das feine Übermalen von Flächen, das Zeichnen und Ziehen von Linien entstehen spontan sich verändernde Formgestalten», erklärt Michael F. Wyss. Dazu verwendet der Künstler Acryl, Strukturen und Mischtechniken und lässt sich durch gesammelte Fotos aus Illustrierten inspirieren. Aus dem Ursprungs-Sujet gestaltet er schliesslich etwas ganz Anderes und entwickelt neue Kompositionen. In diesem Prozess nutzt er das Entstehen von Freiräumen.

Mit der gleichnamigen Ausstellung im Business Parc zeigt der «Farbwerker» einen Ausschnitt seines Schaffens. Das Gründerzentrum ist ein guter Standort für ihn, zum einen, weil er 20 Jahre in der Beschäftigungswerkstatt der ESB Reinach gearbeitet hat, zum anderen, weil die Flächen im Foyer grosszügig sind und gut ausgeleuchtet werden können. Ja», «frei», «tun», «offen» – bezeichnet Wyss sinnigerweise vier nebeneinander hängende Bilder.

«Passend zum Unternehmergeist»
«Die Werke von Michael F. Wyss symbolisieren Selbst- und Eigenständigkeit und passen deshalb gut zum Unternehmergeist im Business Parc», findet Geschäftsführer, Melchior Buchs (Foto rechts). Ihm gefällt die (farbliche) Ausdruckskraft der mehrheitlich abstrakten Bilder. Wyss hat vor rund 25 Jahren sein Hobby zur Berufung gemacht und bestreitet seit 10 Jahren regelmässig Ausstellungen in der Region, in der Schweiz und in Deutschland.

Der gebürtige Zuger lebt in Rheinfelden und hat dort sein Atelier «Farbtraum». Der ausgebildete Schriftsetzer und Absolvent der Kunstgewerbeschule lässt auch den BetrachterInnen seiner Werke viel Freiraum; er ist selbst gespannt, was diese jeweils hinein interpretieren. Spontan kreiert er den Titel jeweils kurz nach Vollendung eines Bildes, würde aber denselben Begriff auch später wiederwählen, weil hierzu ein emotionaler Zusammenhang bestünde, erklärt er. Und mit seinem Werk «Gesund vorwärts» setzt der gelernte Sozialpädagoge und spirituell-philosophisch interessierte Künstler gerade in der durch Corona eingeschränkten Zeit ein positives Zeichen.

Die Ausstellung «Freiräume» mit Werken von Michael F.Wyss dauert noch bis zum 9. August.

Das Gründerzentrum bietet im Rahmen von «Culture Business Parc» jeweils zwei- bis drei Kulturschaffenden im Jahr eine Plattform.

  

Bericht: Kathrin Cuomo-Sachsse, Kommunikation Business Parc

Inspiriert durch Farben und Bilder in Zeitschriften und Katalogen Sozialpädagoge und Künstler: Michael F. Wyss. Foto: ZVG Unter dem Motto «Freiräume» stellt Michael F. Wyss abstrakte Bilder im Business Parc Reinach aus. Die Besucher sind eingeladen, diese Frei­räume nach Wunsch zu gestalten. Von: Benedikt Kaiser «Wenn mir die Leute erklären, was sie alles in meinen Bildern sehen, bin ich manchmal ziemlich erstaunt», sagt der Rheinfelder Künstler Michael F. Wyss. Seine 21 im Business Parc ausgestellten Werke lassen dem Betrachter auf jeden Fall einen grossen Interpretationsspielraum. Dies kommt daher, dass Wyss bei der Entstehung seiner Bilder seiner Krea­tivität freien Lauf lässt. «Im Prozess bin ich nicht mehr der, der alles bestimmt», meint Wyss. Inspirieren lässt er sich durch Farben und Bilder in Zeitschriften oder Wohnkatalogen. Durch feines Übermalen von Flächen und das Zeichnen und Ziehen von Linien lässt Wyss dann davon ausgehend ein ganz neues Bild entstehen, das seine Form von Betrachterin zu Betrachter verändert. Je nachdem, ob sich daraus für ihn im Entstehungsprozess etwas Passendes ergibt, deutet Wyss gewisse Elemente wie eine Landschaft, ein Haus oder ein Gesicht an. Oftmals überlässt er jedoch den ganzen Freiraum der Betrachterin oder dem Betrachter und freut sich dann über deren vielfältige, jeweils ganz individuelle Interpreta­tionen. In seiner Ausstellung «Freiräume» experimentiert Wyss zusätzlich mit der Kombination von Wort und Bild. So gibt es beispielsweise die Bilder «ja», «frei» oder «tun». «Diese positiven Wörter sollen in Verbindung mit Farbe individuelle, positive Bezüge hervorrufen», sagt der Künstler dazu. Kunst als Teil der Biografie Wyss beschäftigt sich schon lange mit Kunst. Schon als Kind habe er gerne gezeichnet, damals natürlich noch nicht so abstrakt, sagt er und lacht. Nach einer Lehre als Schriftsetzer besuchte Wyss den Vorkurs der Kunstgewerbeschule St.Gallen und absolvierte die Ausbildung zum Sozialpädagogen. 27 Jahre arbeitete er in einer Beschäftigungswerkstatt in Reinach. Dort stellte er sein künstlerisches Flair und seine Fantasie den Beschäftigten zur Verfügung und stellte mit ihnen beispielsweise eigene Kunstkarten her. «Mir ging es in erster Linie darum, Anstösse zu liefern und mich danach aber im Hintergrund zu halten, damit die Leute sich selbst verwirklichen konnten.» Nebenbei besuchte Wyss während dieser Zeit verschiedene Malkurse für Öl und Acryl. Ein Mallehrer der Migros-Klubschule empfahl ihm dann, doch einmal eine Ausstellung zu machen. «Das war der Klick für mich», meint Wyss. Diese wohlwollende Meinung von aussen bewog ihn vor acht Jahren dazu, an Gruppenausstellungen teilzunehmen. Mittlerweile bestreitet Wyss regelmässig Einzelausstellungen hauptsächlich in der Region, aber auch schweizweit und in Deutschland. Momentan läuft zusätzlich zu seiner Ausstellung im Business Parc Reinach eine grössere Ausstellung mit 90 Bildern im Kantonsspital Olten. Die Ausstellung «Freiräume» ist noch bis zum 9. August im Foyer des Business Parcs Reinach zu sehen.


Farbwerker Michael F. Wyss stellt im Kantonsspital Olten aus

«Eintauchen» heisst die Ausstellung von Michael F. Wyss. (Bild: ZVG)

«Eintauchen» heisst die Ausstellung von Michael F. Wyss. (Bild: ZVG)

Kantonsspital Olten Bis Ende April zieren Werke von Michael F. Wyss die Gänge des Kantonsspitals Olten. Der Farbwerker aus Rheinfelden zeigt mit der Ausstellung «Eintauchen» einen Querschnitt seiner Arbeiten.

Von: ZVG

Seit längerer Zeit lässt sich der Künstler Michael F. Wyss durch gesammelte Fotos aus speziellen Illustrierten inspirieren. Mit Acrylfarben und Strukturen erschafft er daraus neue Bilder: Durch das feine Übermalen von Flächen und das Zeichnen und Ziehen von Linien entstehen sich spontan verändernde Formgestalten. Die Ausstellung «Eintauchen» zeigt bis Ende April einen Querschnitt von Wyss’ Arbeiten.

Der 66-jährige Künstler lernte einst Schriftsetzer. Nach dem Besuch des Vorkurses der Kunstgewerbeschule in St. Gallen absolvierte er die Ausbildung zum Sozialpädagogen. 27 Jahre lang arbeitete er in einer Beschäftigungswerkstatt. In dieser Zeit besuchte er verschiedenste Malkurse für Öl und Acryl. Seit neun Jahren ist der Rheinfelder als freischaffender Farbwerker tätig.

Für Ausstellungen im Kantonsspital Olten zeichnet seit 1996 eigens eine Kunstkommission verantwortlich. Diese hat zum Ziel, regionalen Künstlern eine Plattform zu bieten und gleichzeitig internen und externen Passanten künstlerisches Schaffen in den Alltag zu bringen. «Eintauchen» ist die bereits 70. Ausstellung. Die Preisliste ist am Empfang erhältlich.

Kopf der Woche

Michael F. Wyss

Ausstellungen im Kantonsspital Olten sorgen schon mal für Friktionen. So geschehen vor zwei Jahren, als Aktbilder des Oltner Malers Jörg Binz erst auf- und hernach wieder abgehängt wurden. Binz schrie «Zensur!», die Solothurner Spitäler AG begründete ihren Entscheid damit, dass die Gänge von Spitälern eine «heikle Zone» seien und Aktbilder insbesondere Patienten anderer Kulturen provozieren könnten. Bei den Werken von Michael F. Wyss besteht die Gefahr einer Skandalisierung definitiv nicht. Der Farbwerker aus Rheinfelden zeigt mit der Ausstellung «Eintauchen» bis Ende April einen Querschnitt seines Schaffens in Öl und Acryl. Seit längerer Zeit lässt er sich durch gesammelte Fotos aus speziellen Illustrierten inspirieren. Mit Acrylfarben und Strukturen erschafft er daraus neue Bilder: Durch das feine Übermalen von Flächen und das Zeichnen und Ziehen von Linien entstehen sich spontan verändernde Formgestalten.

Der 66-jährige gelernte Schriftsetzer arbeitete 27 Jahre lang in einer Beschäftigungswerkstatt. Seit neun Jahren ist Micheal F. Wyss als freischaffender Künstler tätig.

Text: NIK & Bild: ZVG

Der «Farbwerker» im Eden

 

Fr, 29. Nov. 2019
Der Maler Michael F. Wyss zeigt seine Werke im Hotel Eden. Foto: zVg

Ausstellung von Michael F. Wyss

Seit 30 Jahren widmet sich Michael Wyss, der in Rheinfelden wohnt und dort sein Atelier hat, leidenschaftlich der Malerei. Anfangs hat er gegenständlich in Öl gemalt, ist dann zur freieren, grossteils abstrakten Malweise mit angedeuteten landschaftlich und figurativen Anklängen gewechselt. Er selber sieht sich als «Farbwerker». Dass diese Bezeichnung perfekt auf den Künstler passt, zeigt sich in seiner Ausstellung im Hotel Eden im Park. Dort zeigt der gebürtige Luzerner 30 Acrylbilder, die stark vom Spiel der Farben und Strukturen leben und dem Betrachter Freiraum für eigene Assoziationen und Deutungen lassen. Inspirieren lässt sich der Maler von Motiven, die er in Illustrierten und Zeitschriften entdeckt, aber auch von eigenen Fotografien, die er dann intuitiv in den Farben, Formen, Strukturen in freie Bildkompositionen umsetzt. Der gelernte Schriftsetzer (Jahrgang 1954) ist in Zug, im Wallis und Thurgau aufgewachsen, hat in verschiedenen Kantonen gearbeitet und war viele Jahre als diplomierter Sozialpädagoge in einer Beschäftigungswerkstättte in Reinach im Baselland tätig. Die Malerei begleitet Wyss schon seit seinen aktiven Berufsjahren. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er an der Kunstgewerbeschule St. Gallen, aktuell besucht er Kurse bei der Malerin Doris Horvath in Rheinfelden, die auch Kuratorin der Ausstellungsreihe in den Hotels Schützen und Eden ist. Die Ausstellung von Michael Wyss im Eden ist bis zum 12. Januar zu sehen. (nfz)

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Farbwerker lässt sich von Farben inspirieren

 

 Im Kulturforum 10 des Alterszentrums Bodenacker (AZB) stellt Farbwerker Michael F. Wyss bis 19. November seine meist in Acryl verwirklichten Intuitionen aus. An der Vernissage überraschte er mit dekorativ-heiteren Bildern und erschwinglichen Preisen.

Nein, ich wollte nicht unbedingt als Künstler gelten», sagt der gelernte Schriftsetzer und diplomierte Sozialpädagoge, als ihn das Wochenblatt an der Vernissage vom vergangenen Sonntagmorgen auf seine etwas ungewohnte Bezeichnung «Farbwerker» anspricht. Er werke eben mit viel Begeisterung in mehreren Malgängen mit verschiedenen Farben, bis er fühle: Dieses Werk ist es. Gemalt hat Wyss schon früher, als er noch berufstätig war. Damals aber vor allem Landschaften und Häuser in Pastell und Öl, aber auch schon abstrakte Bilder. Heute hat er sich ganz der abstrakten Malerei verschrieben, wobei er durchaus auch mal ganz leicht etwas Gegenständliches wie beispielsweise eine Person andeuten könne, wie er erklärt. In der Regel lässt sich Wyss aber von einer Grundfarbe, manchmal auch von einem Bildausschnitt aus leiten und baut drum herum je nach Stimmungs- und Gedankenlage seine Farbkombinationen auf. «Seit einiger Zeit suche ich Altmetallmulden heim auf der Jagd nach angerosteten Metallteilen, bringe den Rost mit gesprayten Essigwasser zum Blühen und belebe meine acrylwerke mit diesen Rostblüten", ist Michael F(arbwerker) Wyss immer auf der Suche nach neuen Variationen. Auch Vogelsand ist ihm da nicht unwillkommen, wenn er seinen Bildern zusätzliche Strukturen verleihen will.

Begeisterte Vernissagegäste waren anwesend.

Gitarrist und Musiklehrer René Rothacher erinnert kurz nach elf Uhr mit feinfühligen Gitarrenklängen an die offizielle Eröffnung der Vernissage. «Wir sind bekannt als das Alters- und Pflegeheim mit dem grössten Angebot an Kunst und das nicht nur unten im Kulturforum, sondern auch in den übrigen Räumen», weist Sibylle Imhof, stellvertretende Geschäftsführerin AZB, auf den Stellenwert von «Kunst im Haus» hin. Ebenso bekannt in der Region sei
Farbwerker Michael F. Wyss aus Rheinfelden mit seinen farbigen und rostigen Inspirationen. «Lassen Sie die Bilder auf sich wirken», empfiehlt sie den wenigen Vernissagegästen. Bei diesen ist dennoch «Alles im Lot», wie der Titel eines der rund 50 Bilder verrät. Dezent-ruhige Gemälde wie «Ruhe» und «Sein» wechseln mit wunderbar strukturierten Bildern der Serie «Landschaft» oder den kraftvollen Farben von «Sicherheit» ab. Als kleine Bijoux loben anwesende Damen die Serien «Geschehnis» oder «Rostige Inspirationen». Durchaus im Lot sind auch die erschwinglichen Preise für ein Originalbild, die sich im Rahmen von 140 bis rund 400 Franken bewegen. Da kommt Freude auf, nicht zuletzt auch wegen des Apéros und des virtuosen, ausdauernden Gitarristen.


Die Ausstellung bis 19.11.2017 im Kulturforum 10 des Alterszentrums Bodenacker in Breitenbach ist täglich geöffnet Mo-So von 08.30-18.00 Uhr. Michael F. Wyss ist anwesend am 1., 8. und 29. Oktober von 14.00-16.00 Uhr.


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Zwei Rheinfelder in Möhlin

 

Von:Hans Berger

 

 Klar, das Jonglieren mit dem Geld ist auch eine Kunst, ansonsten aber gibt es auf den ersten Blick wenige Parallelen zwischen dem Bankgeschäft und der Kunst. Der Schein trügt jedoch, denn einerseits ist die Kunst nebst Aktien, Immobilien, Gold usw. durchaus auch eine rentable Kapitalanlage, andererseits gehören die Finanzinstitute zusammen mit dem Staat und der Grossindustrie zu den grossen Mäzenen der Kunst. Für letzteres muss jedoch nicht zwingend irgendwelches Konto belastet werden, oft reicht als Startkapital auch, wenn eine Bank den Künstlerinnen und Künstlern ihre Wände zur Verfügung stellt, so wie gegenwärtig die NAB Möhlin den beiden Rheinfelder Künstlern Michael Wyss und Markus Steinemann.

 

Ob ein Kunstwerk eine Kapitalanlage darstellt, hängt von dem ihm beigemessenen Renommee ab. Renommiert ist ein Kunstwerk grundsätzlich erst dann, wenn es dem Gesamtwerk eines „anerkannten Meisters“ angehört. Um wiederum als „anerkannter Meister“ zu gelten, bedarf dessen Gesamtwerk einer dauerhaften Anerkennung und Würdigung, beispielsweise in der Fachliteratur und die Aufnahme der Kunstwerke in die Ausstellungen wichtiger, überregionaler Museen.


 Der Weg zum anerkannten Meister ist also lang und viele echte, aber unbekannte Künstlerinnen und Künstler bleiben daher auf der Strecke liegen, wenn ihnen nicht die Chance geboten wird, ihre Werke in öffentlichen Räumen auszustellen. Bekanntlich ist ja der Applaus der Künstler Lohn, von dem sie sich zwar kein Brot kaufen können, der aber unheimlich stimulierend wirkt, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

Es muss ja nicht gerade eine Standing Ovation sein, aber einen kräftigen Applaus haben die beiden Rheinfelder Künstler absolut verdient. Zu meinen, das ist deren Sache, wäre ein grosser Irrtum, denn: „Kultur ist das geistige Haus, in dem wir gemeinsam leben!“

Sowohl Michael Wyss wie auch Markus Steinemann sind ein Teil dieses geistigen Hauses. Zum einen sind ihre Bilder äusserst dekorativ und vermögen „Licht ins Dunkle“ zu bringen, sprich bei den Betrachtern ein wohliges Gefühl auszulösen, zum andern sind sie so offen strukturiert, dass darin je nach Blickwinkel und psychischer Verfassung immer wieder neues entdeckt werden kann.

Beide Künstler scheinen malende Komponisten zu sein, welche aus den ersten drei Tönen (Tupfern) eine ganze Symphonie entstehen lassen können. Während sich Michael Wyss vermutlich von philosophischen Gedanken inspirieren lässt, ist bei Markus Steinemann wahrscheinlich die Natur die Grundlage seines Schaffens.

 

Diskrepanz?
Titel wie „Dreiklang“, „Im Wandel“, „Frei sein“, „Einfälle“ oder „da entlang“ deuten auf den Philosophen Michael Wyss hin. Der erste Eindruck der Bilder ist allerdings nicht so tiefsinnig wie deren Titel, im Gegenteil - sie vermitteln Gelassenheit und Frohsinn und selbst beim „da entlang“ ist das Ultimative nicht sofort erkennbar. Das Gesehene und das Gelesene in Einklang zu bringen ist ein weiterer Reiz, der zum sinnieren einladenden Werke.
Es ist nicht auszuschliessen, dass Gerhard Richter, der teuerste Künstler der Gegenwart, bei einigen von Wyss`Gemälden manchmal Pate stand, was aber die Qualität der Bilder nicht negiert.

Bodenständig
Sicher auch zur Freude potentieller Käufer, da sie für ein Richter-Bild gut und gern weit über zwanzig Millionen, für ein Original von Michael Wyss aber nur ein paar hundert Franken hinblättern müssen. Ebenso bodenständig sind auch die Preise für die Werke von Markus Steinemann. Echte Kunst, welche auch fürs kleinere Portemonnaie noch erschwinglich ist.

Anmerkung:
Die ausführliche Fotoreportage verschafft lediglich einen Eindruck der noch bis 19. Dezember dauernden und zu Bürozeiten zugänglichen Ausstellung, ersetzt jedoch nicht deren Besuch, da die Fotos weder die Intensität, noch die Farben und Perspektiven der Werke zu wiedergeben vermögen.

«Fürs Fricktal – fricktal24.ch – die Internet-Zeitung»

Fricktaler Zeitung

DoppelAusstellung in der neuen Aargauer Bank in möhlin

 

Fricktaler Zeitung


Reportage Fricktaler Zeitung 2013e
Reportage Fricktaler Zeitung 2013e

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

RHEINFELDEN. 2013

Er trägt ein graues Sakko, einen Schal und hat einen strammen Schritt. Für das Gespräch mit der NFZ lädt der Künstler Michael Wyss in sein Atelier. Der Weg führt von seiner Wohnung am Parkweg in die Spitalstrasse. Dort hat der Kunstmaler seit zwei Monaten ein Atelier..  Der Raum liegt im Erdgeschoss einer Wohnsiedlung. Eine Fensterfront sorgt für genügend Licht. Die rechte Seite des Ateliers gehört Wyss. In verschiedenen Regalen und auf dem Boden stehen seine Werke. «Ich male immer drei bis vier Bilder parallel», erklärt Wyss und steckt sogleich mitten in der Erklärung zu seiner Arbeitsweise. «Ich mache das, damit ich ausweichen kann, wenn ich bei einem Bild nicht mehr weiterkomme und nicht festkleben bleibe.» So entsteht innerhalb von ungefähr einer Woche eine Serie von drei bis sechs Bildern. Wyss malt seine Werke ausgehend von Bildern, die er in Magazinen findet oder selbst geschossen hat. Dabei ist es nie ein ganzes Bild, dass im ins Auge sticht, sondern vielmehr ein Ausschnitt. «Den Ausgangspunkt für eines meiner Bild bildete ein rostiges Mauerwerk, das ich in Como entdeckte. Ich habe den Ausschnitt fotografiert und davon ausgehend zu malen begonnen.» Es sind die Muster, die Farbspiele und Kombinationen, die Wyss derzeit angehen und von welchen ausgehend er startet. Denn seine Bilder seien eigenständige Interpretationen der Vorlagen. «Ich kopiere nicht, male nicht eins zu eins die Vorlage ab», betont Wyss, der immer wieder aufsteht, um an den Werken zu zeigen, wovon er gerade erzählt. Der Farbwerker, wie sich Wyss auf seiner Visitenkarte selbst bezeichnet, ist in seinem Element. 300 Werke tragen jetzt einen Namen Die Bilder des Rheinfelder Künstlers zeigen zum Beispiel eine Landschaft oder deuten Figuren an, doch eigentlich soll der Betrachter den Inhalt selbst entdecken. Deshalb hat Wyss seine Bilder lange auch nicht benannt. «Aber weil ich jetzt ausstelle, habe ich damit angefangen. Es sieht komisch aus, wenn die Bilder nur Nummern tragen», lacht er. So haben mittlerweile alle seiner 300 Werke einen Titel. Während Wyss früher eher gegenständlich gemalt hat, sind seine Bilder heute abstrakt. Der hell-dunkel Kontrast oder das Zusammenspiel von Farbe und Form stehen in seinem Schaffen im Vordergrund. Seit kurzem arbeitet er in alle Bilder eine Struktur ein. «Ich male sehr frei und habe keinen festen Stil», erklärt der Künstler, der vor ein paar Jahren von Öl- auf Acrylfarbe umgestiegen ist. Gerade deswegen sei am Anfang eines neuen Projektes auch immer eine gewisse Angst. «Ein Bild ist immer auch eine Reise ins Ungewisse», erzählt Wyss, «erst mit der Zeit entwickeln sich die Farbspiele und die stimmigen Momente beginnen sich heraus zu kristallisieren.» Seit 25 Jahren widmet sich der gebürtige Luzerner, der seit 4 Jahren im in Rheinfelden lebt, intensiv der Malerei. Trotzdem ist sie immer ein leidenschaftlich betriebenes Hobby geblieben. Jetzt beginne er aber langsam die Fühler weiter auszustrecken, erzählt er., Der Schritt in die Öffentlichkeit vor rund drei Jahren ist ihm nicht ganz leicht gefallen. «Ich war schon nervös, man wird eben wortwörtlich ausgestellt», erklärt Wyss. Doch die Reaktionen bei der ersten Ausstellung in der color-Gruppe Möhlin fielen positiv aus und so sucht er mittlerweile aktiv nach Ausstellungsmöglichkeiten. Derzeit sind seine Bilder gleich an zwei Orten zu sehen: An einer Sonderausstellung in der Villa Berberich in Bad Säckingen und in einem Café in Stein. «Ich wünsche mir, dass irgendwann jemand ein Bild kauft», so Wyss. Kunst und soziale Arbeit Michael Wyss ist gelernter Schriftsetzer. So richtig von Hand und mit Blei-Lettern habe er noch gearbeitet, erzählt er mit einer Leidenschaft, die beinahe so gross scheint, wie wenn er vom Malen erzählt. «In jedem Schriftsetzer steckt ein verkappter Künstler», ist Wyss denn auch überzeugt. Um seine künstlerische Ader ausleben zu können, besuchte er nach seiner Ausbildung beim St. Galler Tagblatt die Kunstgewerbeschule. Privatkurse bei verschiedenen Kunstmalern sowie weitere Gruppenkurse und Workshops folgten seither. Doch nicht nur die Kunst war Wyss‘ Berufung, auch die soziale Arbeit interessierte ihn schon als jungen Mann. Nach einem Engagement bei dem er mit autistischen Kindern arbeiten konnte, entschied er sich deshalb, eine Ausbildung zum Heimerzieher zu machen. «Es war perfekt, hier konnte ich das Künstlerische mit der sozialen Arbeit verbinden», erzählt Wyss rückblickend. Seine Lebensstelle fand er schlieslich bei der Eingliederungsstätte Baselland (ESB). Sie ist, ganz ähnlich wie die MBF, eine Institution für Menschen mit einer Behinderung mit verschiedenen Standorten im Baselland. Vor rund 25 Jahren konnte Wyss den Standort in Reinach zusammen mit einer Kollegin aufbauen. In den Anfangsjahren leitete er den Standort noch, danach war er als Gruppenleiter zuständig für 5 Personen. «Eine schöne Zeit», blickt Wyss, der Schriftsetzer, Sozialpädagoge und Farbwerker zurück.

Jetzt wartet das Abenteuer Kunst.

 

 

 

 


TV:

Telebasel 2014

 

 

 

Fricktal24

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Museumsgalerie Magidunum weckt den Wunderfitz

 

Von: Hans Berger

Mit der aktuellen Frühlingsausstellung in der Museumsgalerie des 1997 gegründeten Vereins Magidunum ist es auch den drei Kunstschaffenden Agnes Holer, Magden; Irene Bryner, Kaisten und Michael Wyss, Rheinfelden gelungen, einerseits Kunst und museales Kulturgut sowie andererseits drei Stilrichtungen so zu vereinen, als seien sie ein natürlich gewachsener Teil des alten Hauses an der Adlerstrasse 1 in Magden.

 (v.l.) Michael Wyss, Irene Bryner, Agnes Holer

Auch wenn sich der Ausstellungsort Museumsgalerie nennt, ist er primär eine Wohlfühloase, in der die BesucherInnen Seele und Geist baumeln lassen können, weil ihnen das Konzept freistellt, etwas genauer zu inspizieren oder eben nicht.

Wunderfitzig
Ob nun die antiken Gegenstände oder die Werke der Kunstschaffenden, sie scheinen rein zufällig da zu hängen oder zu stehen, wo sie sich gerade befinden und sind nicht auf den Blickwinkel der Hausgäste fokussiert. Was denen wiederum die Möglichkeit gibt, sich auf eine spannende Entdeckungsreise zu begeben.

 

Aber auch er, der Rheinfelder Maler Michael Wyss kann’s. Während Agnes Holer die Betrachter mit Tatsachen konfrontiert, lassen Michael Wyss` Farbkompositionen jegliche Interpretation zu, selbst dann, wenn er einzelne Gemälde mit „Stadttraum“, „Es ist so“, „Begegnung“, „Nachdenken“ oder „im Wandel“ betitelt.

Agnes Holer kopiert grosse Meister, Michael Wyss jedoch seine Seele auf die Leinwände. Und weil seine Bilder das innerste "Ich" widerspiegeln und der Mensch immer nur Mensch ist, können sich die Betrachter in Wyss` Bilder auf unterschiedlichste Weise selber entdecken. Die meist farbenfrohen, gleichwohl dezenten Bilder des Rheinfelder Künstlers animieren immer wieder aufs Neue zum Suchen und Sinnieren.

     



Katalog der inernationalen kunstaustellung in der Villa Berberich, stein Säckingen de